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Liebster-Award: 10 Fragen, unsere Antworten

Da  staunte ich nicht schlecht. Mein Blog war gerade mal zwei Wochen alt, da flatterte mir eine Nachricht auf meine Facebook-Seite. Du bist nominiert für den Liebster-Award. Die Nachricht kam von Anni. Sie führt den Blog Hund im Gepäck.

Der Liebster-Award ist eine Aktion von Bloggern für Blogger. Gerade, weil ich noch neu in der „Szene“ bin, freue ich mich umso mehr über die Teilnahme und beantworte die Fragen sehr gerne.

Wie bist Du zu Deinem Hund gekommen?

Ich bin erst relativ spät in meinem Leben „auf den Hund“ gekommen. Genau gesagt im Alter von 39 Jahren. Bis dahin verbrachte ich mein Leben mit Katzen. 2009 änderte sich jedoch einiges bei uns. Wir bauten ein Haus und zogen aus Hamburg weg an den Rand einer Kleinstadt in Schleswig-Holstein. Nachdem alle Bauarbeiten einschließlich Gartengestaltung abgeschlossen waren, ließ der Wunsch nach einem Hund nicht lange auf sich warten. Hier war die treibende Kraft übrigens mein Göttergatte.

Im Oktober 2010 zog Rica bei uns ein. Rica war für uns beide der erste Hund. Seitdem sie da ist, hat sich einiges in meinem Leben verändert. Plötzlich wurde mir bewusst, wie gern ich Hunde mag und wie ich es so lange ohne Hund aushalten konnte, war mir unbegreiflich. Ich bin seit Ricas Einzug total hundeverrückt. Ich ziehe mir sämtliche Bücher rein, mache Fortbildungen, schaue mir Videos an und stöbere stundenlang im Netz.

Doch bei einem Hund sollte es nicht bleiben. Seit Februar 2015 lebt nun auch Bobby bei uns.

Worauf legst Du am meisten wert, wenn es um das Zusammenleben mit Hund geht?

Das Wichtigste ist, dass meine Hunde mir vertrauen. Vertrauen ist die Basis jeder Mensch-Hund-Beziehung. Wenn mein Hund mir absolutes Vertrauen entgegen bringt, habe ich es sowohl im Alltag als auch bei der Erziehung wesentlich leichter. Das Vertrauen eines Hundes muss ich mir erarbeiten. Das ist vergleichbar mit einer menschlichen Beziehung. Ich muss als Mensch meinen Hund vermitteln, dass er sich in allen Lebenslagen auf mich verlassen kann, und ich muss mich so verhalten, dass ich für meinen Hund berechenbar bin.

Welche Momente genießt Du am meisten mit Deinem Hund?

Da wären einmal die faulen Momente. Draußen ist „Schietwetter“, wie wir Norddeutschen zu sagen pflegen. Drinnen liege ich auf dem Sofa, mindestens ein Hund liegt bei mir und wir knuddeln.
Aber auch die Aktivitäten mit meinen Hunden sind etwas ganz besonders. Gemeinsam durch die Natur streifen, den Hunden etwas beibringen oder einfach nur die frische Luft genießen. Es gibt nichts Schöneres.

Was könntest Du trotz aller Liebe zu Deinem Hund nicht für ihn tun?

Puh, das ist wirklich schwierig, denn ich liebe meine Hunde so sehr, dass ich für sie alles mir mögliche tun würde. Es gab jedoch ein Ereignis, das uns beinahe an unsere Grenzen brachte. Im Herbst 2014 erkrankte Rica lebensbedrohlich und musste in der Tierklinik behandelt werden. In den ersten Tagen stand ihr Gesundheitszustand sehr auf der Kippe und niemand vermochte uns eine Prognose über ihre Heilungschancen zu geben. Gleichzeitig stieg die Rechnung der Tierklinik immer weiter an. Wir waren schon im vierstelligen Bereich, ein Ende war nicht abzusehen und Ricas Zukunft ungewiss. Da kommt man schon mal an den Punkt, wo man sich fragt, wie lange das so weiter gehen soll? Man befindet sich in einer Zwickmühle. Natürlich möchte man dem geliebten Tier helfen und es nicht verlieren. Andererseits Unsummen an Geld (ich spreche vom vierstelligen Bereich und höher) in Tierarztkosten zu stecken, wenn alles am Ende doch nichts bringt und es heißt: „Wir können nichts mehr tun.“

Doch zum Glück mussten wir nicht lange über dieses Thema nachdenken. Denn Ricas Gesundheitszustand besserte sich doch relativ schnell. Heute ist sie übrigens wieder kerngesund.

Wenn Du eine Sache an Deinem Hund ändern könntest, was wäre das?

Ich würde mir wünschen, dass Rica manchmal etwas weniger bellt. Es gibt Tage, da habe ich den Eindruck, es stört sie, wenn sich draußen ein Ast bewegt. Wir arbeiten daran, doch Rica ist, was ihr Bellverhalten betrifft, echt eine harte Nuss.

Bobby würde ich manchmal gern sagen, dass er hier keine Angst haben muss. Er ist ein ehemaliger rumänischer Straßenhund, und als er bei uns einzog, hatten wir einige Baustellen. Es hat sich vieles gebessert. Doch auch heute gibt es ab und zu noch Momente, in denen seine Stimmung von einer Minute auf die andere kippt.

Was war Dein größter Fehler in Sachen Hundeerziehung?

Der größte Fehler, den ich je gemacht habe, war meine erste Hundetrainerin.  Zwar arbeitete sie mit Belohnung, wenn der Hund die Übung richtig gemacht hat. Doch wehe er hat Fehler gemacht oder die Übung nicht ausgeführt. Dann wurde im Kasernenhofton herumgebrüllt. Auch der Leinenruck war an der Tagesordnung. Ich habe nicht nur einmal gesehen, wie sie ihre eigenen Hunde auf den Rücken drehte oder an den Ohren zog. Natürlich habe ich sie darauf angesprochen. Zurück kam nur ein: „Hunde untereinander sind auch nicht zimperlich“, und ich würde zu menschlich denken. Doch ich war damals so naiv und dachte, dann ist Hundeschule wohl so. Ich könnte mich heute noch links und rechts dafür ohrfeigen, dass ich über ein Jahr mit dieser Trainerin gearbeitet habe. Doch dann gab es einen Vorfall mit einem anderen Hund, nach dem ich endlich aufgewacht bin. Die Folge dieser ganzen Geschichte war, dass ich Jahrelang keinem Hundetrainer mehr über den Weg traute. Stattdessen habe ich angefangen, mich selber fortzubilden. Erst in diesem Jahr bin ich mit Rica wieder in eine Hundeschule gegangen. Dort bin ich jetzt auch sehr zufrieden.

Glaubst Du, dass Du etwas von Deinem Hund lernen kannst, und wenn, was?

Von meinen Hunden würde ich nicht direkt sagen, aber durch meine Hunde habe ich gelernt, mich in Geduld zu üben. Bevor ich Hunde hatte,  gehörten schnell und sofort zu meinen am häufigsten genutzten Wörtern. Wenn du jedoch Hunde hast, dazu noch mit Verhaltensproblemen, ist nichts mit schnell und sofort. Das war für mich manchmal nicht einfach. Aber ich bin dankbar dafür, und ja, auch ich kann geduldig sein.

Welche Themen rund um Hunde interessieren Dich am meisten?

Mein großes Interesse liegt in der Arbeit an Problemverhalten. Das ist eine langwierige und teilweise auch schwierige Arbeit, aber nach einer Weile die Erfolge zu sehen und zu erleben, wie der eigene Hund aufblüht, das ist eine tolle Erfahrung. Ich bin zum Thema „Verhaltenstraining“ auch ständig auf der Suche nach Fortbildung. Der Gedanke an eine Tierpsychologie-Ausbildung ist für mich durchaus interessant. Doch zunächst will ich mich erst mal auf die Arbeit mit meinen eigenen Hunden und auf meinen Blog konzentrieren.

Was glaubst Du, hält Dein Hund davon, dass Du öffentlich über Euer Leben plauderst?

Oh, ich glaube Rica findet es gut. Sie ist wie eine kleine Prinzessin und steht gern im Mittelpunkt. Bobby dagegen ist das so ziemlich egal. Er ist ein recht ruhiger Vertreter, der gern auf dem Sofa oder in seinem Hundebett liegt und entweder schläft oder sein Umfeld beobachtet. Ich glaube er ist ganz froh über sein Leben, das er jetzt bei uns hat.

Was wünschst Du Dir für Deinen Blog?

Kurz gesagt: Weiter so! Mein Blog besteht gerade einmal knapp sechs Wochen und ich habe schon sehr viel positive Resonanz auf meine Beiträge bekommen. Das freut mich wirklich sehr. Ich bin hochmotiviert und muss aufpassen, dass ich mich nicht verzettele, weil ich so viele Ideen habe, jedoch aus Zeitgründen nicht immer alles gleich umsetzen kann.

Ich wünsche mir auf lange Sicht, dass mir die Ideen nicht ausgehen, dass ich weiterhin so motiviert bin, aber vor allem, dass meine Beiträge für meine Leser interessant sind und es auch bleiben.

 

Ja, das war’s von unserer Seite. Es hat mir Spaß gemacht, die Fragen zu beantworten. Über das eine oder andere Thema musste ich tatsächlich etwas länger nachdenken.

Jetzt seid ihr dran.

Zum Lieber-Award gehört nicht nur die Beantwortung der Fragen, sondern auch andere Blogs zu nominieren. Ich habe meine Auswahl getroffen und nominiere:

Hier sind eure Fragen:

1. Wie und wann bist du „auf den Hund“ gekommen?
2. Was hat sich durch deinen Hund in deinem Leben verändert?
3. Siehst du in der Hundehaltung auch Nachteile? Wenn ja, welche?
4. Gibt es etwas, das dich an anderen Hundehaltern so richtig nervt (z. B. bei Hundebegegnungen)?
5. Welches ist dein liebstes Urlaubsziel mit deinem Hund?
6. Erzähl mal, was treibt ihr so auf euren Gassirunden?
7. Meine Hunde besitzen jeweils zwei Hundebetten. Wie viele Hundebetten befinden sich in deinem Haushalt?
8. Angenommen, du hättest die Möglichkeit. Was würdest du an der Hundegesetzgebung ändern?
9. Warum ist gerade dein Hund der beste Hund auf der ganzen Welt?
10. Wie bist du darauf gekommen, einen Hundeblog ins Leben zu rufen?

Ich bin nun am Ende angelangt und wünsche euch viel Spaß beim Beantworten der Fragen.

 

 

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